Es sollte ein entspannter Tag werden, doch Regen, Kälte und leere Supermärkte machen uns einen Strich durch die Rechnung. Stefans Wanderstock zerbricht. Wieder eine nicht beheizte Herberge. Und dann steht plötzlich noch eine Kuh vor uns.

Es sollte ein entspannter Tag werden, doch Regen, Kälte und leere Supermärkte machen uns einen Strich durch die Rechnung. Stefans Wanderstock zerbricht. Wieder eine nicht beheizte Herberge. Und dann steht plötzlich noch eine Kuh vor uns.
Stell dir vor, du darfst deinen ganzen Kleiderschrank mit in den Urlaub nehmen! Also nicht den Kleiderschrank selbst, sondern die Klamotten darin. Klingt nach einem Traum? Aber auch schwer? Dann verrate ich dir, wie das geht.
Diese Woche geht es weiter mit der nachhaltigen Packliste von Birte und Julia, die uns ab jetzt auf Reisen immer begleiten soll. Wie einfach ihr die Tipps und Tricks einsetzen könnt, um euch so müllfrei und minimalistisch wie möglich auf der Reise zu verpflegen und zu bekochen, lest ihr hier.
Die Königsetappe des Camino Primitivo steht an. Fast 30 Kilometer mit nur einem richtigen Stopp und keinem Restaurant oder Café in der Nähe. Dazu geht es auf schwindelerregende 1200-Meter-Höhe, mit starkem Wind, Schnee und erbarmungslosen Anstiegen. Ob das gut geht?
Ich habe festgestellt: Auf Reisen ist es gar nicht so leicht, nachhaltig zu leben. Höchste Zeit, meine Packliste anzupassen. Ich lege los mit meinem Kulturbeutel und zusammen mit Julia entsteht hier in den nächsten Wochen eine tolle umfangreiche Packliste.
Ab sofort wollen Julia und Birte zusammen mit dir eine Packliste erarbeiten, die ganz vielen Ansprüchen gerecht werden soll: Minimalistisch soll sie sein, nachhaltig und so Zero Waste wie möglich – und dabei auch praktisch. Und leicht, handgepäcktauglich also. Legen wir los.
Der vierte Tag ist vergleichsweise gemütlich. „Nur“ 19 Kilometer bei Sonnenschein und einen kurzen erbarmungslosen Anstieg. Doch dann gibt’s eine Planänderung und eine schwere Entscheidung zu treffen.
Es ist das größte Amphitheater der Welt. Ein Koloss inmitten der ewigen Stadt. Für 450 Jahre ein Ort der Grausamkeit, der Brutalität, der Angst — ein hoher Preis, um die Menschen des antiken Roms zu unterhalten und zu belustigen. Auch wenn das Anfiteatro Flavio oder Colosseo, wie die Italiener das Kolosseum nennen, heute als Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt gilt und als Baukunst der römischen Antike bewundert wird, wäre es ein Fehler zu vergessen, welche dramatischen Geschichten hier ihre Bühne fanden.
Es wird anstrengend. Und steinig. Steine und Matsch sind auf dieser Etappe meine besten Freunde. Ich lerne mehr über Gelassenheit, meine eigenen Grenzen und auch, mich nicht so sehr mit anderen zu vergleichen. Und dann gibt es da noch eine Sauna und ein paar Franzosen zum Ende des Tages.