In Ulaanbaatar werden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns in den Nationalpark Gun-Galuut bringt. In der mongolischen Steppe wohnen wir in einer Jurte und erleben den Alltag der Nomaden.

In Ulaanbaatar werden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns in den Nationalpark Gun-Galuut bringt. In der mongolischen Steppe wohnen wir in einer Jurte und erleben den Alltag der Nomaden.
Heute landen wir in einem echten „Touristen“-Zug. Dieser hat einen höheren Standard, frisches Bettzeug und heißen Kaffee im Angebot und wird vor allem von europäischen Reisenden für unfassbar viel Geld gebucht. Darauf stoßen wir an.
Was für ein Wind auf Olchon Island! Und was für eine schöne Insel! 72 Kilometer lang liegt Olchon Island mitten im größten Süßwassersee der Welt. Sie ist unsere zweite Station auf unserem langen Weg mit der Transsibirischen Eisenbahn. Und vielleicht schon jetzt der Höhepunkt.
Die Kohle wird knapp, die Temperatur im Zug sinkt beständig und die Toilette riecht sowieso schon bis zum eigenen Bett. Nein wirklich, mit den glitzernden Werbefilmen hat eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nicht wirklich viel gemeinsam. Doch gerade das macht das Erlebnis so authentisch.
„Hat einer von euch Lust, mit mir nach Russland und in die Mongolei zu reisen?“ Mehr als diese kurze WhatsApp-Nachricht von Maria braucht es nicht, damit Verena, Marie und ich Feuer und Flamme sind. Denn obwohl wir uns zu diesem Zeitpunkt kaum kennen, will sich niemand von uns das Abenteuer „Transsibirische Eisenbahn“ entgehen lassen. Spontan sagen wir zu.
Ich sitze im Flugzeug, mein Blick geht zur Uhr auf dem Bildschirm an der Decke. „Estimated Arrival Time: 9:25 pm“. In 50 Minuten lande ich in Amsterdam, morgen Abend geht es weiter nach Bangkok. Dass ich auf meinem kurzen Zwischenstopp von Marie, Maria und Verena, die ich ein Jahr vorher während einiger fröhlicher Abende in Neuseeland kennengelernt habe, empfangen werde, kam so:
Wir erklimmen in glühender Mittagshitze die steilen Treppen von Angkor Wat. Sind extra früh los gefahren am Morgen, noch bevor die Sonne aufgegangen ist, doch jetzt steht sie dennoch da oben am Himmel und strahlt fies auf uns herunter, als ob sie uns sagen möchte „Seht ihr, ich bin doch stärker als ihr.“